7. Mai: Inklusion beginnt im Kopf

7. Mai 2013
11:00bis16:00

 

Inklusion beginnt im Kopf

Am 7. Mai findet in Bielefeld der Europäische Protest-Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt.

  • ab 11 Uhr Demonstrationszug vom Hauptbahnhof zum Alten Markt
  • ab 12 Uhr offizielle Eröffnung des Protest-Tages in Bielefeld
  • bis 16 Uhr buntes & abwechlungsreiches Kulturprogramm auf und rund um den Alten Markt

Gegen Mittag wird die Gruppe TonZeichen aus Essen auftreten. TonZeichen ist eine Gruppe hörgeschädigter Menschen, die gleichzeitig singen und gebärden.

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Festzuschüsse sind für den DSB ein „rotes Tuch“

Deutscher Schwerhörigenbund e.V.
Bundesverband der Schwerhörigen und Ertaubten
Referat Öffentlichkeitsarbeit

Berlin, 3. April 2013

Pressemitteilung

Gesundheitshandwerke fordern ein Festzuschusssystem –
Festzuschüsse sind für den Deutschen Schwerhörigenbund ein „rotes Tuch“

Die Gesundheitshandwerke im Zentralverband des Deutschen Handwerks, dem auch die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker angehört, fordern in ihrem Positionspapier von März 2013 ein Festzuschusssystem für Hörgeräte, um die Ausgabenexplosion im Gesundheitswesen einzudämmen. Es soll lediglich eine eigenanteilsfreie Grundversorgung für gesetzlich Versicherte erhalten bleiben. Eventuelle Mehrkosten müsste der Patient selber tragen. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. lehnt ein Festzuschusssystem strikt ab. Dieses würde das Kostenrisiko der Hörgeräteversorgung einseitig auf die Patienten verlagern. Weiterlesen

Höranlagen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen der Stadt Bielefeld

In der Vergangenheit hat die Stadt Bielefeld hier und da in ihren öffentlich zugänglichen Einrichtungen Höranlagen, bestehend aus FM- oder IR-Anlagen, beschafft. Allerdings bleiben Wünsche offen. Es muß daran gearbeitet werden, daß Mängel beseitigt weden. Das kann nur durch aktive Mithilfe von Betroffenen geschehen.

Oetkerhalle

Hier besteht eine Infrarotanlage, welche nur bis Reihe 12 empfangbar ist.

Das hat Kostengründe für Betroffene, da sie keine kostengünstigere Reihen buchen können. Die Anlage sollte so geändert werden das alle Reihen ausgeleuchtet werden können. Hier sollten insgesamt 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück 2-Ohr-Kopfhörer bereitgestellt werden.

Stadthalle

Hier ist eine Infrarotanlage für den großen Saal vorhanden.

Es sind nur Kinnbügelhörer vorhanden, welche für Hörgeräteträger ungeeignet sind. Hier sollten 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück 2-Ohr-Kopfhörer bereitgestellt werden.

Für die kleinen Vortragsäume wird eine transportable Infrarot Anlage angeregt.

Rathaus

Hier ist im Rochdale Raum und Großen Saal je eine Infrarotanlage vorhanden.

Jedoch sollte der Bestand aufgestockt werden auf 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück 2-Ohr-Kopfhörer. Diese sollten dann bei öffentlichen Veranstaltungen in den beiden Räumen stets ausgelegt werden damit Besucher jederzeit bei Bedarf darauf zugreifen können. Derzeit werden die Geräte nur auf Anforderung bereitgestellt. Wenn sie nicht ausgelegt werden gehen Besucher davon aus, das keine Anlage vorhanden ist.

Stadttheater

Hier ist eine Infrarotanlage mit Kinnbügelhörern verfügbar.

Darüber hinaus sollten 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück
2-Ohr-Kopfhörer bereitgestellt werden.

Stadtbibliothek

Hier ist eine FM- Anlage, bestehend aus 8 Umhänge-Empfängern, jedoch ohne Umhänge-Schlinge, sowie 5 Halsringschleifen und 10 Stück Ein-Ohr-Hörern vorhanden.

Es sollten insgesamt 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück 2-Ohr-Kopfhörer bereitgestellt werden.

In den Vorgesprächen wurde vereinbart, dass diese Anlage transportabel sein sollte um sie in anderen Veranstaltungsräumen nutzen zu können. Jedoch wurde die Anlage fest verankert. Sollte dies nicht mehr rückgängig gemacht werden können, wird für die oberen Räume eine zusätzliche FM Anlage – auf anderer Frequenz eingestellt, angeregt. Hier können dann die vorhandenen Empfänger eingesetzt werden.

Theater am Markt

Hier ist unseres Wissen nach keine Höranlage für Hörgeräteträger vorhanden.

Angeregt wird eine Infrarotanlage, die auf allen Plätzen verfügbar ist.
Es sollten 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück 2-Ohr-Kopfhörer bereitgestellt werden.

Volkshochschule

Für die großen Säle sollten 10 Umhänge-Empfänger, 10 Halsringschleifen und 10 Stück 2-Ohr-Kopfhörer bereitgestellt werden. Für die kleinen Seminarräume wird eine transportable Anlage vorgeschlagen welche mit den genannten Empfängern nutzbar ist.

Kunsthalle und Historisches Museum

Hier ist eine Personenführungsanlage auf FM-Basis vorhanden. Jedoch fehlen auch hier zu den Empfängern Halsringschleifen und falls nicht vorhanden, 2-Ohr-Kopfhörer.

Anlagen für Führungen außerhalb von Räumen, wie Stadtführungen, Sparrenburg-Führungen, etc.

Hier gibt es noch keine Führungsanlage. Herr Baum ist hierfür dankenswerterweise damit beschäftigt, entsprechend eines eingereichten Kostenvoranschlages, Gelder zu beschaffen.

Friedhofskapellen

Hier hat sich ebenfalls noch nichts bewegt. Es sollte je eine FM-Anlage mit 5 Umhänge-Empfängern, 5 Halsringschleifen und 5 Stück 2-Ohrkopfhörern beschafft werden.

In allen Veranstaltungsorten fehlen Hinweisschilder mit dem durchgestrichenen Ohr und Hinweise, wo die Geräte ausgeliehen werden können. In Publikationen für Veranstaltungen fehlen Hinweise auf Hör- und Verstehmöglichkeiten.

Höranlagen in privaten Einrichtungen in der Stadt Bielefeld

Oetker Welt

Die Fa. Oetker unterhält das Museum Oetker Welt. Hier ist eine FM-Führungsanlage vorhanden, welche keine Wünsche übrig läßt. Es sind alle auf dem Markt verfügbaren Endgeräte wie Halsringschleifen, 2-Ohr-Kopfhörer, Ein-Ohr-Hörer vorhanden. Die Führungspersonen sind im Umgang mit Betroffenen geschult. Ebenso haben sie Kenntnisse über die verschiedensten Marktüblichen Hörsysteme.

Komm@Treff am 28.04.2012 mit Behindertenbeauftragten Hr. Hüppe

28. April 2012
14:00bis16:00

im HGZ / Saal 1. Stock
– mit Beamer, FM-Anlage und Schriftdolmetscher –

Beginn: 14:00

Gast: Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung

Hubert Hüpppe stellt seine Arbeit vor und wir dürfen Fragen stellen, die für uns Hörgeschädigte wichtig sind.

Moderation: Dipl. Ing. Rolf Erdmann, DSB-Landesvorsitzender Niedersachsen und Mitglied im DSB OV Bielefeld

Danach Kaffeetrinken zum Selbstkostenpreis.

Die CI-Resolution der DG

Die Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e.V. (DG) hat im November 2010 eine Resolution veröffentlicht, die sich mit dem CI beschäftigt. Es geht um Eltern, die von Behörden bedroht worden sein sollen, weil sie einer CI-Operation ihres gehörlosen Kindes nicht zustimmen wollten.

Die Resolution wurde auf der Internetseite des DSB veröffentlicht. Es wurden dem DSB 4 Stellungnahmen kritischer Selbstbetroffener geschickt, eine Veröffentlichung erfolgte ohne Angabe von Gründen bisher jedoch nicht. Da wir die Stellungnahmen und eine offene Diskussion über das Thema und die damit verbundene Problematik fördern wollen, veröffentlichen wir hiermit die 4 Stellungnahmen, in alphabetischer Reihenfolge, wobei nach dem Motto „LADIES FIRST“ der Dame der Vortritt gelassen wird.

Der Traum

Der Traum von der hörgeschädigtengerechten Stadt

Ach, war das schön, ich träumte einen wunderbaren Traum – den Wunschtraum von der hörgeschädigtengerechten Stadt.

Denn bisher wurden in der Kommunalpolitik unter dem Begriff “behindertengerecht” fast ausschließlich die Belange von Menschen mit Gehbehinderungen verstanden. Die Bedürfnisse anderer Behindertengruppen wie z.B. Sinnesbehinderter (Seh- und Hörgeschädigte, Taubblinde) wurden dagegen meist vergessen und nur sehr selten berücksichtigt.
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